Todesfall

Niemand denkt gerne an den Tod und wenn ein geliebter Mensch stirbt, ist das erste, woran man denkt, sicher nicht der Versicherungsschutz. Wir helfen Ihnen auch in diesem Fall.

Im Folgenden und auf weiteren Infoseiten zu Personen- und Sachversicherungen haben wir erste wertvolle Hinweise zusammengestellt. Darüber hinaus stehen Ihnen für persönliche Gespräche gern unsere Berater zur Verfügung.

Banken

Die verschiedenen Verbände der deutschen Banken und Sparkassen bieten den Haupterben Hilfe bei der Suche nach Girokonten, Sparkonten sowie Wertpapierdepots an. Wenden Sie sich dazu bitte an die Hausbank der / des Verstorbenen.

Sterbegeld

Das Sterbegeld, das bis 2004 durch die gesetzlichen Krankenkassen gezahlt wurde, ist abgeschafft. Beamte haben eventuell noch einen Anspruch.

Unfälle

Ist eine Todesfall-Leistung mitversichert, so ist dem Versicherer der Tod innerhalb von 48 Stunden zu melden. Eine Kopie der Sterbeurkunde muss zugesandt werden. Der Vertrag geht nicht auf den Erben über, die mitversicherten Personen können den Vertrag aber weiterführen.

Die Todesfallsumme wird an den im Vertrag Begünstigten ausbezahlt. Wenn keine bezugsberechtigte Person im Versicherungsschein genannt ist, wird ein Erbschein und eine Auszahlungserklärung aller Erben benötigt.

Hinterbliebenenversorgung

Der Tod der versicherten Person muss dem Versicherer unverzüglich angezeigt werden. Wenn eine Unfallzusatzversicherung vertraglich vereinbart ist, muss die Meldung innerhalb von 48 Stunden erfolgen.

Diese Unterlagen benötigt der Versicherer:

  • eine Sterbeurkunde (Original oder beglaubigt Kopie)

  • den Versicherungsschein (ansonsten Formular für Verlusterklärung beim Versicherer anfordern)

  • wenn keine bezugsberechtigte Person im Versicherungsschein genannt ist, wird ein Erbschein und eine Auszahlungserklärung aller Erben benötigt.

Rückständige Prämien werden von der Versicherungsleistung abgezogen. Sollte die Prämie gemäß § 38 VVG gemahnt und der Vertrag gekündigt worden sein, kommt nur die herabgesetzte Versicherungssumme zur Auszahlung.

Tipp: Sollte der Erbe nicht wissen, bei welchem Versicherer Verträge bestehen, kann er sich an den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft wenden, der bei der Suche des Versicherers behilflich ist.

Rente

Auch hier ist der Tod der versicherten Person dem Versicherer unverzüglich anzuzeigen. Ist eine Person im Vertrag begünstigt, erhält diese Person die vertraglich vorgesehene Leistung (z. B. Hinterbliebenenrente oder Rentengarantie). Ansonsten muss eine Auszahlungserklärung aller Erben vorgelegt werden.

Der Versicherer benötigt folgende Unterlagen:

  • Wenn die Rentengarantiezeit noch nicht abgelaufen ist:
  • eine Sterbeurkunde
  • eine Auszahlungserklärung aller Erben
  • einen Erbnachweis
  • Wenn eine Hinterbliebenenrente vereinbart worden ist:
  • Sterbeurkunde, in der der Bezugsberechtigte namentlich genannt ist
  • eine Kopie der Geburtsurkunde des Bezugsberechtigten
  • eine Auszahlungserklärung des Bezugsberechtigten

Sollte keine dieser Möglichkeiten zutreffen, muss der Erbe eventuell noch nach dem Tod des Versicherungsnehmers gezahlte Renten zurückbezahlen.

Krankheit

Das Versicherungsverhältnis endet mit dem Tod des Versicherungsnehmers. Die mitversicherten Personen können den Vertrag kündigen oder den Vertrag weiterführen. Der Versicherer benötigt eine Sterbeurkunde und – wenn der Vertrag von den mitversicherten Personen weitergeführt werden soll – eine schriftliche Willenserklärung mit Nennung des künftigen Versicherungsnehmers. Diese Erklärung muss innerhalb von zwei Monaten nach dem Tod des Versicherungsnehmers abgegeben werden. Verstirbt eine mitversicherte Person endet das Versicherungsverhältnis für diese Person. Dem Versicherer ist eine Kopie der Sterbeurkunde zuzusenden.

Hausrat

Die mitversicherten Personen haben zunächst einmal weiterhin Versicherungsschutz. Wenn der Haushalt des Verstorbenen aufgelöst wird, kann der Vertrag mit sofortiger Wirkung gekündigt werden. Wird der Haushalt beibehalten, kann der Vertrag zu denselben Konditionen weitergeführt werden. In diesem Fall sollte die Versicherungssumme überprüft werden. Der Vertrag kann dann, auch wenn ein Drei-, Fünf- oder Zehnjahresvertrag abgeschlossen wurde, zur nächsten Hauptfälligkeit gekündigt werden.

Der Todesfall muss dem Versicherer innerhalb von zwei Monaten gemeldet und eine Kopie der Sterbeurkunde zugesandt werden. Wenn der Erbe wertvolle Gegenstände des Verstorbenen in seinen Hausrat übernimmt, sollte er eventuell seine eigene Hausratversicherung erhöhen.

Wohngebäude

Der Versicherungsvertrag geht mit denselben Konditionen auf den Erben über. Durch die gesetzliche Erbfolge gemäß § 1922 BGB entsteht kein außerordentliches Kündigungsrecht für den Erben. Um lückenlosen Versicherungsschutz zu haben, sollte der Erbe die Prämien weiterbezahlen und die Nutzungsart beibehalten (er darf zum Beispiel nicht ohne Zustimmung des Versicherers ein früheres Wohngebäude gewerblich nutzen).

Der Erbe muss dem Versicherer eine Kopie der Sterbeurkunde und einen Grundbuchauszug zukommen lassen.

Rechtsschutz

Dem Versicherer ist der Todesfall zu melden und eine Kopie der Sterbeurkunde zuzusenden. Für die mitversicherten Personen besteht auch nach dem Todesfall Versicherungsschutz bis zur nächsten Hauptfälligkeit. Bezahlt der Erbe / Angehörige die nächstfällige Prämie, geht der Vertrag unverändert auf ihn oder auf denjenigen über, für den er bezahlt hat. Der Erbe hat das Recht, den Vertrag innerhalb eines Jahres rückwirkend zum Todesfallzeitpunkt zu kündigen.

Haftpflicht

Dem Versicherer ist der Todesfall zu melden und eine Kopie der Sterbeurkunde zuzusenden. Für die mitversicherten Personen in der Privathaftpflicht besteht bis zu nächsten Hauptfälligkeit Versicherungsschutz. Wird die Folgeprämie bezahlt, geht der Vertrag zu den gleichen Konditionen auf die mitversicherte Person über. Gegebenenfalls kann eine bestehende Privathaftpflicht von einer Familienversicherung in eine Single-Police geändert werden. Wenn die Prämie nicht bezahlt wird, erlischt der Vertrag zu nächsten Hauptfälligkeit.

Kraftfahrzeuge

Wenn der Erbe das Fahrzeug behalten möchte, ist er dazu verpflichtet, es unverzüglich auf sich zuzulassen. Wird das Fahrzeug umgemeldet, kann er den Versicherer frei wählen. Für den Zeitraum nach der Abmeldung wird die Prämie anteilig zurückerstattet und fällt in die Erbmasse. Wenn der Schadensfreiheitsrabatt nicht direkt bei der Ummeldung übernommen wird, kann der Hinterbliebene dies innerhalb von sechs Monaten nachholen.

Der Schadensfreiheitsrabatt kann angerechnet werden, wenn:

  • der Erbe / Angehörige und der Verstorbene in häuslicher Gemeinschaft gelebt haben oder

  • zwischen dem Verstorbenen und dem Erben / Angehörigen ein Verwandtschaftsverhältnis ersten Grades bestanden hat.

Des Weiteren kann der Schadensfreiheitsrabatt nur übertragen werden, wenn der Erbe / Angehörige das Fahrzeug regelmäßig gefahren hat (gelegentlich reicht nicht). Die Höhe des Schadenfreiheitsrabattes richtet sich nach dem Zeitraum der regelmäßigen Nutzung, in der Vergangenheit angefallenen Schäden und nach dem Zeitraum, in dem der Erbe / Angehörige im Besitz des Führerscheins für den Fahrzeugtyp ist.

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